Als ich 1999 nach München ging, habe ich mir einen ISDN-Anschluss sowie einen T-IC-Anschluss ADSL (IC: InterConnect) schalten lassen. Dass das generell nicht ohne (Abrechnungs-)Probleme verlaufen ist, kann man sich sicher denken. Damals war die Telekom wirklich noch ein anderes Unternehmen – grundsätzlich würde ich schon sagen, das sich der Service verbessert hat; Luft nach oben ist immer noch gegeben.
Ich habe übrigens damals die stolze Summe von 273,82 DM netto monatlich für das ADSL bezahlt – plus 16% Umsatzsteuer. Die Verfügbarkeit war weit unterhalb von 96% im Jahr – also drastisch schlechter als das SDSL hier “aufm Land”.
Ja, aber jetzt könnte es sich ändern. Neben der unsäglichen Zwangstrennung und der Limitierung auf nur eine feste IP-Nummer, kommt jetzt der erste lange Störfall hinzu.
Das T-DSL Business, 1000 sym. mit 1024 kbit/s inkl. Flatrate kostet mich stolze 119,- EUR netto. Es bietet aber – zumindest lt. AGB – einen grundsätzlich besseren Service. Da heisst es unter “3.7 Entstörungsfrist”:
Die Deutsche Telekom beseitigt die Störung innerhalb von acht Stunden nach dem Eingang der Störungsmeldung.
Soweit die Märchenstunde. Jetzt die Realität in einem Protokoll, wie ich es über die letzten 21+ Stunden mitgeschrieben habe:
Störung am 21.07.2009
weiter am 22.07.2009
Zitat:
“Auch wenn Sie das nicht tröstet, Sie sind vor 80 weiteren Firmen.”
Nein, Trost ist es nicht, aber es ist beeindruckend wie überlastet die Techniker sind. Der Herr der bei mir war kam aus Deggendorf um hier im Landkreis auszuhelfen. Das waren jetzt ziemlich genau auf die Minute 24 Stunden OFFLINE – beeindruckend.
Es lässt sich natürlich nicht vergleichen mit meinem leidvollen Telekom-ADSL-Erfahrungen – das damals war schlimmer und hat mich mehr Nerven und Geld gekostet als es jemals Wert war. Trotzdem lässt es mich nachdenken. Ich hatte mir angewöhnt in meinem kleinen “Intranet” diverse Dokumentationen zu sammeln um sie immer griffbereit zu haben. Das habe ich in meiner Zeit bei IOM und dem exzellenten M-Net-Anschluss dort abgewöhnt. Vor allem auch, weil viele der Dokus gar nicht mehr zum Download angeboten werden. Viel der Javascript-Hilfen und Howtos hat man nunmal leichter via Bookmarks und Google im Griff. Meine Arbeitsweise hat sich dadurch schon sehr deutlich verändert. Ich habe nur noch die absoluten Basics als Doku irgendwo lokal verfügbar. Alles andere wird online nachgeschlagen und dabei muss ich mir keinen Kopf über Aktualität machen.
Aber so wie es aussieht, sollte ich einige meiner Arbeitsweisen wohl wirklich überdenken….
This entry was posted on Wednesday, July 22nd, 2009 at 10:41 and is filed under diverses. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.