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Twitter verbieten? by Klaus M. Brantl

Ein wunderschönes Wahlwochenende war das.
Die CDU verliert (zumindest in zwei Bundesländern) deutlich und die SPD gewinnt nix, aber findet das trotzdem klasse.

Ja und dann wurden “Wahlprognosen” vorab in Twitter veröffentlicht. Twitter, das ist lt. tagesschau das Ding “damit kann man mit dem Handy direkt Nachrichten im Internet veröffentlichen”. Das totale Hightech also. Es ist natürlich verboten (echte) Wahlprognosen vor Schliessung der Wahlkabinen zu verbreiten. Und deshalb regen sich natürlich jetzt einige Menschen auf: Hier und hier nachzulesen. Und hier wird auf jeden Fall der lustigste Vorschlag unterbreitet: Abgrenzung des “deutschen” Internet ;-)

Die einzig sonnvolle Lösung kann aber nur eines sein: Keine Wahlprognosen.

Was würde man damit gewinnen bzw. verhindern?

  • ein mehr an Anonymität für den Wähler (und damit mehr Freiheit)
  • Risiken wie vorzeitige Veröffentlichungen sind damit obsolet

Nach einer Wahl werden die Stimmverteilungen pro Stimmbezirk veröffentlicht. Und zwar die exakten Zahlen. Zusammen mit den “anonym” erhobenen Befragungsdaten (diese enthalten ein paar mehr Informationen als nur die Stimme die abgegeben wurde), ist das ein wunderbares Feld für “Datamining” – und damit ein wunderbares Feld für verschiedensten Missbrauch.
Und wer glaubt das grosse Datenmengen immer sicher sind und niemals irgendwo Begehrlichkeiten erwecken – der lebt sicher in einem anderen Universum.

PS: Das Kriterium “nicht beeinflussen”: Diejenigen die die exit-polls durchführen haben vorher schon ihre Stimme abgegeben, oder geben keine Stimme ab – korrekt?

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This entry was posted on Tuesday, September 1st, 2009 at 12:34 and is filed under Politik. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

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